Offshore das Fundament der Energiewende
windenergie agentur

Wettbewerber aus China sind auf dem Weltmarkt sehr aktiv und setzen die deutsche Offshore- Industrie schon heute unter Preisdruck. Auf der anderen Seite schaffen chinesische Investoren auch bei uns Arbeitsplätze, und deutsche Unternehmen sind wiederum auf dem chinesischen Windmarkt aktiv.

Die Offshore-Windtechnologie ist hochkomplex und besteht aus einer Vielzahl aufeinander abgestimmter Komponenten (wie etwa Generator, Rotorblatt, Turm, Fundament) und Dienstleistungen (wie beispielsweise Installation, Wartung, Tausch von Komponenten), die einen hohen logistischen Aufwand erfordern. Der Grund dafür ist offensichtlich: Die riesigen Komponenten müssen möglichst nah am tatsächlichen Einsatzort produziert werden, da der Transport sehr großer Komponenten, wie zum Beispiel Offshore-Gründungsstrukturen, über weite Strecken nahezu unmöglich und nicht kosteneffizient ist. Weil im offshore-typischen Projektgeschäft schnell und flexibel auf Nachfrage und Wartungsbedarfe reagiert werden muss, ist ein eventueller Preisvorteil von chinesischer Produktion, allein durch die große geographische Distanz, dahin. Auch ein Errichterschiff muss seinen Basishafen so nahe wie möglich am Offshore-Windkraftwerk haben, um schnell einsatzbereit zu sein. Solarzellen dagegen lassen sich in großer Stückzahl produzieren und leicht, billig und kontinuierlich per Container als Massenware nach Europa verschiffen. Die Installation und Wartung kann anschließend jeder Elektriker vornehmen, weshalb in dieser Branche wiederum die Wertschöpfung in Deutschland mittlerweile sehr gering ist. Umgekehrt haben deutsche Anbieter auf dem chinesischen Photovoltaikmarkt keine Chance, gegen die heimischen Anbieter preislich zu konkurrieren, da auch kein wesentlicher Technologievorsprung besteht.

Mit der deutschen Offshore-Windindustrie sind wir dagegen weltweit gut aufgestellt, denn: In der Technologie sind wir international führend und können die gesamte Wertschöpfungskette mit einer sicheren Struktur von Zulieferbetrieben in ganz Deutschland unmittelbar an Nord- und Ostsee abdecken.

Durch die Größe der Windanlagenkomponenten und die große räumliche Entfernung zu den chinesischen Herstellern kann sich die Billigproduktion aus der Solarindustrie nicht analog in der Offshore-Windindustrie wiederholen.

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